Überlebensfähigkeit von Keimen auf Oberflächen

Die Überlebensfähigkeit von Erregern und Keimen ist besonders für Reinraumbereiche von Bedeutung, in denen koloniebildende Einheiten eine große Wichtigkeit haben. Somit sind vor allem pharmazeutische Herstellungsbetriebe und Unternehmen aus der Medizintechnik betroffen. Aber auch die Lebensmittel- und Gesundheitsbranche sind von Relevanz.

Die Überlebensdauer von Viren und Pilzen ist prinzipiell geringer als die von Bakterien. Sie ist von einigen Faktoren abhängig, wie beispielsweise der herrschenden Luftfeuchtigkeit, den Temperaturen und besonders der Ausgangskeimzahl auf der Oberfläche. Auch begünstigen potentiell mögliche Rückstände wie Proteine, Blut oder Seren ein längeres Überleben der Bakterien auf diesen Oberflächen. Die Zeitspanne für das Überleben von Keimen beträgt zwischen wenigen Minuten bis hin zu mehreren Monaten. Beispielsweise kann E.coli bis zu 16 Monate auf einer reinen Oberfläche überleben. Leider überleben Keime oftmals gerade an den Stellen, an denen man keine Keime vermutet. Keime binden sich häufig an Partikel oder Tröpfchen und werden so durch eine mögliche Luftaufwirbelung verschleppt. Nur durch geeignete Desinfektionsmittel in geeigneten Konzentrationen kann man einer Ansteckungsgefahr vorbeugen. Gerade Wirkstoffe auf der Basis von Aminen oder Alkoholen, sowie sauerstoffabspaltende Verbindungen sind gegen ein breites Spektrum von Keimen wirksam.