PU (Polyurethan)

Polyurethan (PU oder PUR) entsteht bei der Polyadditionsreaktion von Diolen und Polyisocyanaten oder Polyolen mit Polyisocyanaten. Dabei entstehen Duroplasten, Thermoplasten oder Elastomere, abhängig des Vernetzungsgrads. Polyurethan wird als Weich- oder Hartschaum verwendet. Der Weichschaum findet beispielsweise als elastische Beschichtung auf Handschuhen seine Anwendung. Dafür eignet sich dieser besonders gut, da er sehr weich und gleichzeitig elastisch ist. Der Handschuh schmiegt sich, speziell bei textilen Handschuhen, trotz der Beschichtung an die Hand an.

Polyurethan im Reinraum

Im Reinraum wird PU als Elastan, auch bekannt unter dem Begriff „Spandex“ oder „Lycra“ verwendet. Besonders in Einweg-Socken oder Handschuhen werden diese beiden Materialien verarbeitet. Aufgrund der guten Leitfähigkeit wird PU auch in Schuhen für ESD-Bereiche verarbeitet, da der Weichschaum aufgrund seiner dauerelastischen Eigenschaften gute Leitfähigkeitswerte aufweist. Auch wird PU als atmungsaktive Membran in Textilien verwendet. Eine Kombination aller genannten Eigenschaften verbinden sich in der Anwendung von PU bei Tupfern. Die Köpfe der Tupfer, in denen PU Anwendung findet, sind mit weichem Schaumstoff ummandelt. Durch ihre Funktion beispielsweise bei der Durchführung von Qualitätsüberprüfungen dürfen Tupfer keine Kontaminationen in den zu testenden Produktionsteilen hinterlassen.

Verwendung bei trockenen Anwendungen

Für Anwendungen bei Arbeiten, die eine Chemikalienbeständigkeit fordern, ist Polyurethan allerdings nicht geeignet. Es ist nicht gegen Aceton und Isopropanol und nur eingeschränkt gegen Chlor beständig. Auch weist es keine guten Beständigkeitswerte bei verschiedenen Ölen und Säuren auf. Die Verwendung von PU ist daher weitestgehend auf trockene Anwendungen begrenzt.