KBE (koloniebildende Einheiten)

KBE ist die Abkürzung für "koloniebildende Einheiten". Die englische Bezeichnung lautet "Colony Forming Units", abgekürzt CFU.

Als koloniebildende Einheit bezeichnet man vermehrungsfähige Mikroorganismen, die während der Kultivierung zur Bildung einer einzelnen Kolonie führen. Wird also eine Lösung, in der Mikroorganismen enthalten sind, auf ein Nährmedium aufgebracht, so vermehren sich diese und es entstehen sichtbare Anhäufungen (Kolonien). Durch die Auszählung der Kolonien wird der Mikroorganismengehalt einer Probe bestimmt. Im Idealfall ist die Anzahl der Kolonien gleich der Anzahl der in der Probe enthaltenen Mikroorganismen. Tatsächlich liegen jedoch oft einige Individuen so dicht beieinander, dass sie eine Kolonie bilden. In dem Fall enthält die Probe mehr Mikroorganismen, als die Anzahl der Kolonie bedeuten würde. Aus diesem Grund wurde der Begriff der koloniebildende Einheit eingeführt, die zusammenfassend einzelne Individuen und auch aneinanderheftende Individuen beinhaltet.

Die KBE sind ein entscheidendes Kriterium bei der Qualität von Pharmawasser sowie in Reinräumen der medizinischen und pharmatechnischen Bereiche. Dort gibt es speziell für die Räume im GMP-Leitfaden EG-Annex 1 vorgeschriebene Grenzwerte zur mikrobiologischen Kontamination, welche durch Luftproben, Sedimentationsplatten und Kontaktplatten gesammelt und dokumentiert werden.

 

 

Reinraumklasse

Empfohlene Grenzwerte für die mikrobiologische Kontamination

 

Luftprobe
(in KBE/m³)

Sedimentationsplatten* (in KBE/4h)

Kontaktplatten*
(in KBE/Platte)

A

< 1

< 1

< 1

B

10

5

5

C

100

50

25

D

200

100

50

 

 

d = 90 mm
A = 63 cm²

d = 55 mm
A = 24 cm²