Fungizid/ Fungistatikum

Als Fungizid werden chemisch oder biologisch wirkende Stoffe bezeichnet, welche Pilze und Pilzsporen abtöten. Desinfektionsmittel und auch Konservierungsstoffe wirken in der Regel fungizid. Fungistatika sind hingegen chemische Mittel, die das Wachstum und die Vermehrung von Pilzen hemmen. Bei einer Entfernung des Wirkstoffs wächst der Pilz im bekannten Tempo, vergleichbar wie vor der Anwendung, weiter.

Fungizide werden ebenfalls in der Herstellung von Lebensmitteln eingesetzt. In Medikamenten wird in der Regel der Begriff "fungizid" durch Antimykotika ersetzt.

Die Wirkungsweisen von Fungizide werden in 3 Kategorien eingeglieder:

  1. Verhinderung einer Sporenkeimung (Protetive Wirkungsweise)
  2. Stoppen der Infektion im Anfangsstadium (Kurative Wirkungsweise)
  3. Bekämpfung des Pilzbefalls, auch wenn bereits Befallssymptome aufgetreten sind (eradikative Wirkungsweise)

Wichtig zu erwähnen ist, dass eine Abtötung von Sporen grundsätzlich längere Einwirkzeiten und höhere Dosen bzw. aggressivere Chemikalien(konzentrationen) benötigt, als das Unschädlichmachen von aktiven Pilzen. Dies ist im physiologischen Aufbau (Morphologie) von Sporen begründet, die meist über besonders hartnäckige, dicke Außenschichten verfügen.

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