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pure11 Redaktion

Erkältung vs. Grippe - Wir erklären die Unterschiede und Schutzmaßnahmen

Viruspatikel
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Belastende Kleinstlebewesen – auch für den Reinraum

Viren und Bakterien sind Organismen kleinster Art. Im Reinraum gehören Viren und Bakterien neben Pilzen und Sporen zu den mikrobiologischen Kontaminationen. Pathogene Keime stellen vor allem in den medizinischen, pharmazeutischen und lebensmittelverarbeitenden Reinräumen eine große Gefahr dar. Die Produkte müssen frei von pathogenen und somit krankheitserregenden Keimen sein.

Auch die Umgebungsluft in ISO-klassifizierten Reinräumen sowie die Umgebungsluft im Alltag bergen Gefahren von krankheitserregenden Viren. So werden nicht nur durch verunreinigte und mit Keimen belastende Produkte Krankheiten hervorgerufen.

Im Reinraum werden Kontaminationsarten nach physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Kontaminationen unterschieden. Einen Beitrag über diese belastenden Stoffe im Reinraum und deren Kontaminationen finden Sie hier.

Erkältung vs. Grippe – Viren als Auslöser

Besonders das Personal stellt eine oft unterschätzte Gefahr für die Qualität der Reinraumluft dar. Kennen Sie den Unterschied zwischen einer Erkältung (grippalen Infekt) und einer „echten“ Grippe?

Der Unterschied liegt in der Art des Erregers. Verschiedene Erkältungsviren, wovon es eine große Anzahl gibt, können Auslöser für eine Erkältung sein. Erkältungen, auch bekannt als grippale Infekte, werden beispielsweise meist durch Rhinoviren ausgelöst.

Influenzaviren hingegen sind der ausschlaggebende Unterschied für schwerwiegende Erkrankungen, die lebensbedrohliche Symptome hervorrufen können. Auch ernstzunehmende Folgeerkrankungen, wie z. B. eine Herzmuskel- oder Lungenentzündung, können durch eine Influenza-Erkrankung ausgelöst werden.

In den häufigsten Fällen lässt die Grippe einen unwohl fühlen und bindet bei starker Ausprägung mehrere Tage ans Bett. Im schlimmsten Fall kann die „echte Grippe“ sogar zum Tod führen, wobei besonders immungeschwächte Personen gefährdet sind.

Symptome

Die Merkmale zwischen beiden Viruserkrankungen sind häufig dieselben, jedoch in unterschiedlich starker Ausprägung.

Arten und Vorkommen 

Influenzaviren sind behüllte Viren der Familie „Orthomyxoviridae“ (RNA-Viren). Die Erreger weisen lediglich einen Durchmesser von nur 80-120 nm vor und werden in insgesamt drei Gattungen unterteilt: Influenza-A, -B und -C. Nach Angaben der WHO sind schätzungsweise jährlich 10-20 % der Weltbevölkerung an einer Erkrankung mit Influenzaviren betroffen.

Ansteckung 

Der Influenzavirus kann über die Schleimhäute der Atemwege, des Mundes und der Augen in den Körper gelangen. Eine Infektion kann über verschiedene Wege vonstattengehen:

  • Tröpfcheninfektion: Einatmen der Umgebungsluft, welche mit Aerosolpartikeln kontaminiert ist. Die Aerosolpartikel tragen meist pathogene Erreger.
  • Schmierinfektion oder Kontaktinfektion: Berührung von mit Sekreten kontaminierten Oberflächen oder die Berührung zwischen Menschen untereinander (Türgriff, Handschlag, Telefon, etc).

Die Ansteckungsgefahr ist bei beiden Infektionswegen gleichermaßen gegeben. Die meisten Erreger können auf Gegenständen im Freien nicht lange überleben. Um den Verlauf und die Symptome einer Ansteckung zu mindern, bleibt häufig nur eine Schutzimpfung. Diese Schutzimpfung ist allerdings nur gegen eine Infektion durch Influenza-Viren wirksam.

Grippe trotz Impfung? Der Arzt kann einen „grippalen Infekt“ diagnostizieren, trotz einer Schutzimpfung gegen die Grippe. Der grippale Infekt ist dabei nichts anderes als ein Synonym für die klassische Erkältung. Bei der „echten“ Grippe spricht man im Fachjargon von Influenza. Gegen die auslösenden Grippe-Viren kann mittels einer Schutzimpfung das Risiko vor einer Erkrankung erheblich gesenkt werden. Auch ist der Verlauf einer Infektion meist abgeschwächter.

Empfohlen wird eine Impfung aus den genannten Gründen für:

  • Menschen erhöhten Alters (60 Jahre +)
  • Schwangere
  • Menschen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (chronische Krankheiten)
  • Menschen mit erhöhter Ansteckungsgefahr wie z. B. Beschäftigte in medizinischen Bereichen oder Hilfsorganisationen
  • In Kontakt kommende Personen mit Geflügel und Wildvögeln
  • Reisende (je nach Reiseziel)

Coronavirus - versetzt er zu Recht in Aufruhe?

2019-nCoV ist ein neuartiges Virus aus der Familie der Coronaviren, welches aktuell sehr präsent in den Medien ist.

Coronaviren werden in die Gattungen Alpha-, Beta- und Gamma-, Deltacorona-, Toro- und Bafinovirus unterteilt. Der Virus, welcher derzeit alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, gehört zu den Betacoronaviren.

Der durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragene Virus findet auf menschlichen Lungenzellen die notwendigen Rezeptoren, um dort anzudocken und kann so eine Infektion auslösen. Dabei kann er beim Menschen eine schwere Infektion der Atemwege, Lungenentzündung und Nierenversagen verursachen. Todesfälle treten jedoch besonders bei Menschen auf, die zuvor an schweren Grunderkrankungen litten. Die Inkubationszeit liegt nach derzeitiger Erkenntnis bei zwei Wochen (Quelle: Robert-Koch-Institut, 2020).

Der große Aufruhr und Sorge sind allerdings sehr den Medien geschuldet, denn mittels chemischer Desinfektion können die gefährlichen Coronavieren nach Berichterstattung des RKI zuverlässig inaktiviert werden. Diese sollen Sie im Übrigen auch beim Schutz vor Influenza und Rhino-Viren einsetzen. Worauf Sie grundsätzlich achten sollten:

  • Regelmäßiges Händewaschen und -desinfizieren 
  • Desinfektion mit nachgewiesener Wirksamkeit und den Wirkungsbereichen begrenzt viruzid, begrenzt viruzid PLUS und viruzid
  • Einhalten eines Mindestabstands von ca. einem Meter von krankheitsverdächtigen Personen
  • Korrekte Manieren beim Husten und Niesen, d.h. nicht die Hände verwenden, sondern die Armbeuge

Das neuartige Virus ist gemäß den Gesundheitsbehörden „sehr ernst zu nehmen“, allerdings besteht kein Grund zur Sorge. Bei dem richtigen Schutz und der notwendigen Achtsamkeit besteht nur eine sehr geringe Gefahr für die eigene Gesundheit.

Schützen Sie sich zuverlässig

Viren aller Art sind auch im Reinraum zu beachten und sollten während der Reinigung berücksichtigt werden. Nicht nur damit Sie und die Mitarbeiter gesund bleiben, sondern auch um Ihre Produkte zuverlässig zu schützen. Dazu haben wir eine Reihe an sterilen und unsterilen Desinfektionsmitteln.

Wichtig bei der Auswahl des geeigneten Desinfektionsmittels ist die Beachtung einer entsprechenden Wirksamkeit gegen Bakterien (bakterizid) und/oder Viren (viruzid). Bei den Desinfektionsmitteln gegen Viren unterscheidet man zwischen drei Wirkungsbereichen:

  • begrenzt viruzid (wirksam gegen behüllte Viren)
  • begrenzt viruzid PLUS (wirksam gegen behüllte Viren, sowie ausgewählte unbehüllte Viren)
  • viruzid (wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren)

Behüllte Viren, wie beispielsweise Influenza, sind relativ instabil und können daher mittels gängiger Händedesinfektion auf Basis alkoholischer Komponenten inaktiviert werden.

Zahlreiche mögliche Maßnahmen zu Ihrem Schutz und dem Ihrer Mitmenschen – entscheiden Sie selbst!

Viren können über die Schleimhäute (Mund, Nase, Augen) in den Körper gelangen, wo sie verschiedene Krankheiten auslösen können. Neben den präventiven Eigenschutzmaßnahmen können Sie nach heutigen (03.02.2020) Empfehlungen des RKI mit dem richtigen Mundschutz/Atemschutzmaske die Menschen in Ihrer Umgebung schützen.

Einweg-Overalls, wie sie auch in Quarantänen zur Pflichtausstattung der zu tragenden Ausrüstung gehören, gewährleisten den Schutz weiterer Körperpartien. Empfehlen können wir unseren Overall Tyvek 600 Plus, ein Schutzoverall mit abgeklebten Nähten und einem dichten Maskenabschluss, welche für einen umfassenden Schutz vor einem Eindringen unerwünschter Pathogenen schützen. Denn auch über Wunden können die Krankheitserreger in den Körper gelangen. Ebenso können an der Bekleidung haftende Erreger verschleppt und weiterverbreitet werden. Durch das Aufbereiten der Mehrweg-Reinraumkleidung können die Krankheiterreger durch entsprechend hohe Temperaturen und Haltezeiten inaktiviert werden.

Wir schützen Sie von Kopf bis Fuß. Bei der Auswahl des richtigen Produkts unterstützen wir Sie gerne und stehen Ihnen beratend zur Seite.